Zwei Typen mit Herz - das sind Michael und Stefan, mit denen wir uns zum Interview getroffen haben. Und eine schöne Fotoreportage einer Herbsthochzeit zeigen wir euch auch.

Michael und Stefan fotografieren seit einigen Jahren leidenschaftlich gerne Hochzeiten, am liebsten zusammen. Warum das so ist und welche Vorteile es euch als Brautpaar bietet, gleich zwei Fotografen am Hochzeitstag mit dabei zu haben, verraten uns die beiden im Interview. Und eine Hochzeitsreportage von den Zwei Typen mit Herz zeigen wir euch natürlich auch. Es ist die standesamtliche Hochzeit von Katharina & Basti, die sich im November 2017 im Alten Rathaus in Leimen das Ja-Wort gegeben haben. Gefeiert wurde anschließend im Grenzhof in Heidelberg.

Vor gut einem Jahr habt ihr euch als Fotografen zusammengeschlossen. Was war der Grund dafür?

Wir kennen uns privat seit ca. 2 Jahren. Der Kontakt ist über eine Studiogemeinschaft entstanden. In gemeinsamen Gesprächen hat sich herausgestellt, dass das Hochzeitsfoto-Business für uns beide eine große Leidenschaft ist, aber auch viele Herausforderungen mit sich bringt, die man als Einzelperson nicht immer gut bewältigen kann. Und wir haben festgestellt, dass wir beide Stärken haben, mit denen wir uns gut ergänzen können, also haben wir uns entschlossen ein gemeinsames Business zu starten.

Das gegenseitige Ergänzen fängt schon bei organisatorischen Dingen an. Beispielsweise bei der Websitegestaltung hat Stefan sich ausführlich mit dem Thema SEO-Optimierung befasst und ich habe die Texte für die Seite formuliert. Ich schreibe gerne und kümmere mich auch bei Shooting-Anfragen um die Emails, während Stefan für Anfragen am Telefon zur Verfügung steht. Wir haben bei der Akquise gemeinsam die doppelte Reichweite, können Budget für Werbung zusammenlegen, können uns gegenseitig Equipment leihen und haben mit dem Anderen eine Art Backup, wenn jemand eine Einzelbuchung hat und an dem Hochzeitstag krank sein sollte. Das ist bisher noch nie eingetroffen, gibt dem Hochzeitspaar aber etwas mehr Sicherheit.

Was sind die Vorteile, gleich zwei Fotografen bei der Hochzeit mit dabei zu haben?

Das hat in unseren Augen sehr viele Vorteile. Man kann sich schon beim Getting Ready aufteilen. Einer begleitet die Braut, einer den Bräutigam. So geht kein Moment verloren. Auch in der Kirche kann man sich wunderbar ergänzen, einer leistet dem schweissgebadeten Bräutigam vor dem Altar etwas Gesellschaft und der andere begleitet die Braut, die gleich vom Papa in die Kirche geführt wird. Grundsätzlich hat man immer zwei Perspektiven und mit 4 Augen sieht man einfach noch besser. Beim Paarshooting kann man sich gegenseitig assistieren und bei jeder Feier, insbesondere bei einer großen Hochzeitsgesellschaft, ist es wunderbar wenn man sich absprechen und aufteilen kann.

Passen denn eure Fotos hinterher vom Stil zu einer Reportage zusammen?

Ja, das passt prima. Wir haben einen ähnlichen Stil und benutzen ähnliches Equipment. Und wenn man sich später bei der Bildbearbeitung auf einen gemeinsamen Look einigt, fügt sich alles zu einer wunderbar stimmigen Reportage zusammen.

Wenn vielleicht das Budget nicht für euch beide ausreicht – kann ich euch auch weiterhin alleine buchen?

Ja, unbedingt. Wir fotografieren nach wie vor auch viele Hochzeiten alleine und wechseln uns dann bei den Buchungen ab. Wir probieren das Hochzeitspaar zwar immer von einer Doppelbuchung zu überzeugen, haben aber natürlich auch vollstes Verständsnis, wenn das Budget dafür nicht ausreicht.